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Sprachdiplom 2008 Nikolaus Lenau Schule Interview


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Monica Haurilet

     Jedes Jahr geben die Schüler der Lenau Schule das Deutsche Sprachdiplom. Wir wollen mehr darüber wissen. Wie viele es überstanden haben und welche Fehler sie gemacht haben. Diese Frage beantworten uns Frau Bradiceanu und Herr Klein.

Was ist das Deutsche Sprachdiplom?

Elisabeth Bradiceanu - Persem: In der Lenau Schule ist es jetzt schon eine Tradition. In den 90er Jahren hat das begonnen und die Schüler haben da mitgemacht weil sie Interesse daran hatten und wahrscheinlich auch von den Lehrern dazu bisschen aufgemuntert wurden, die Prüfung über sich ergehen zu lassen.

Monica Haurilet: Wann findet es statt?

Dieter Klein: Das Sprachdiplom ist in zwei verschiedenen Prüfungen aufgeteilt. Die schriftliche Prüfung findet immer im Dezember statt. So kurz vor den Weihnachtsferien, manchmal auf Anfang Dezember, das eigentlich öfters, Anfang Dezember, so um den ersten, zweiten Dezember herum. Und die mündliche Prüfung findet statt im Januar.



Monica Haurilet: Welche Vorteile haben die Schüler, die das Sprachdiplom bestehen?

Dieter Klein: Das Sprachdiplom hat den großen Vorteil, dass man damit an allen deutschen Hochschulen oder deutschsprachigen Hochschulen in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich aufgenommen wird, in Zusammenhang mit dem rumänischen Abitur. Das ist der eine große Vorteil, der zweite große Vorteil ist, dass immer mehr Firmen nach dem Sprachdiplom fragen um sicherzustellen, ob die Schüler einmal die Sprache können und zum anderen auch gewisse Qualifikationen gelernt haben im Laufe der Vorbereitungen zum Sprachdiplom, die heute ganz wichtig sind und früher sehr bewertet worden sind, wie zum Beispiel die Kooperationsfähigkeit, Teamfähigkeit, dann die Mediensicherheit. Man muss sich selbst seine Informationen beschaffen und es selbst ausarbeiten, was man getan hat und die Präsentationsfähigkeit ist auch eine ganz wichtige Qualifikation.

Monica Haurilet: Wie finden Sie die neue Art?

Elisabeth Bradiceanu - Persem: Also ich finde die neue Art des Vollziehens der Prüfung eigentlich ganz in Ordnung. Vielleicht für die Lehrer etwas schwieriger, eine Umstellung, aber das ist,  glaub ich,  leicht zu schaffen. Jetzt glaub ich, waren etwas mehr Schwierigkeiten bei der schriftlichen Darbietung bei den Schülern. Vielleicht weil es auch ein neues Gebiet war. Es waren sehr viele Schaubilder, Diagramme, die gedeutet und erklärt werden mussten und ich vermute, da gab es irgendwelche Schwierigkeiten. Genau wissen wir ja nicht, denn die schriftlichen Arbeiten werden in Deutschland korrigiert und bewertet. Aber es war schon eine Herausforderung für sie. Jetzt ihren Bereich indem sie sich vorbereitet haben um zu erweitern und nicht nur genaue Kenntnisse wiederzugeben, sondern auch eine Übersicht zu haben, Synthesen vollziehen zu können und natürlich sich richtig Deutsch auszudrücken.



Monica Haurilet: Welche Aufgaben müssen die Schüler beim Sprachdiplom erfüllen?

Dieter Klein: In der schriftlichen Prüfung haben wir im Jahre 2008, also in der jetzt gerade vergangenen Prüfung zum ersten Mal etwas neues gehabt, wo vieles was wir vorher gehabt haben, nicht mehr gefragt wurde. Das ist ein integrativer Bestandteil der neuen Prüfung und diese sieht so aus, dass man auf der einen Seite einen Aufsatz schreiben muss zu einem Thema, das nur durch Stichpunkte festgelegt ist, wo man aber auch sonst alle Kriterien des Aufsatzes und der Argumentation befolgen muss. Auf der anderen Seite haben wir das Leseverstehen, wo man also einen Text liest und bestimmte Fragen zu diesem Text beantworten muss und dann haben wir noch das Hörverstehen, wo von einer CD ein ziemlich langer Text in verschiedenen Sequenzen gesprochen wird - oder es sind eigentlich viele Texte - in Sequenzen gesprochen wird und diese Texte muss man dann, natürlich erst mal sehr gut aufgenommen haben, wozu große Konzentrationsfähigkeit notwendig ist und anschließend muss man die Fragen dazu beantworten. Das ist der schriftliche Teil. Der mündliche Teil besteht einmal in einem – es ist also zweigeteilt- kurzen Vortrag zu Stichpunkten, die zu einem großen Thema gehören und da muss man erst mal selbst einen Vortrag halten und anschließend Fragen dazu - in der Prüfungskommission kommen diese Fragen vor – beantworten, es wird eine Diskussion, ein Prüfungsgespräch werden. Also es ist keine Abfrage sondern es ist eine Diskussion, ein Gespräch und der zweite Teil ist dann die Präsentation des eigenen Themas, was man eben über Monate hinweg vorbereitet hat. Meistens schon zu Beginn, nee, am Ende der 11ten Klasse begonnen hat und dieses Thema gilt es dann ebenfalls in einer kurzen Präsentation darzustellen, wobei diese Konzentration auf die Kürze eben ganz wichtig ist, denn wir haben nur 20 Minuten insgesamt für die mündliche Prüfung und anschließend ergibt sich auch daran eine Diskussion, wo der Schüler beweisen muss, dass er ganz fit ist in diesem Thema.



Monica Haurilet: Welche Ergebnisse haben die Lenauschüler?

Elisabeth Bradiceanu - Persem: Ergebnisse hatten wir auch in diesem Jahr gute. Herr Klein hat das auch bei der Preisverleihung gesagt. Doch die besten Lenauschüler, die besten im westlichen Teil des Landes. Obzwar wir selbst, die Schule auch kleine Überraschungen hatten. Das heißt viele Schüler oder mehrere Schüler als sonst haben nicht das ganze Sprachdiplom geschafft, sondern nur Teilbescheinigungen bekommen, was jetzt neu ist. So viel ich weiß, hatten sie bisher das Sprachdiplom geschafft oder nicht. Wie es zu diesen „Fehlerscheinungen“ gekommen ist: Manche Schüler haben sich nicht genügend vorbereitet. Sie hatten keine klare Übersicht, über das was sie bieten sollten, dann war es ja zu erwarten, Ablesen durfte man nicht. Das war ja noch nie der Fall gewesen, das man ablesen sollte. Manche haben sich dann ihre Präsentation auf dem elektronischen oder den technischen Bereich konzentriert und weniger dann aufgepasst, wie sie das ganze mündlich fassen oder waren es auch, die Aufregungen, die für eine Prüfung typisch sind. Wie gesagt, ich glaub mehrere Schüler haben den schriftlichen Teil der Prüfung nicht so richtig geschafft. Aber ich glaube dem kann schon vorgebeugt werden. Die 11ten Klassen bereiteten sich schon, also die heurigen 11ten Klassen haben sich schon darauf vorbereitet. Die ersten Schritte wurden unternommen. Themen in Absprache gefunden. Sich schon Pläne aufgestellt und verschiedene Kompetenzen vorher geübt.






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